Globale Märkte: Gold auf Rekordhoch, Asien im Minus, US-Futures erholen sich

Globale Märkte: Gold auf Rekordhoch, Asien im Minus, US-Futures erholen sich

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die globalen Finanzmärkte präsentieren sich in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit. Während asiatische Aktienmärkte mehrheitlich Verluste verzeichneten, erreichte der Goldpreis ein neues Rekordhoch. Gleichzeitig zeigten sich die US-Futures nach den deutlichen Rückgängen am Dienstag wieder mit leichten Gewinnen.

Geopolitische Spannungen belasten globale Märkte

Die Sorgen der Anleger wurden maßgeblich durch die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönland geschürt. Diese Drohungen führten zu einer allgemeinen Verunsicherung und beeinflussten die Marktstimmung weltweit. Europäische Staats- und Regierungschefs erwägen bereits Gegenmaßnahmen, darunter die Verzögerung der Ratifizierung eines Handelsabkommens oder Vergeltungszölle, so Analysten.

Trump hatte seine Position zu Grönland mit der Nichtverleihung des Friedensnobelpreises im letzten Jahr in Verbindung gebracht und gegenüber dem norwegischen Premierminister erklärt, er fühle sich "nicht mehr verpflichtet, rein an den Frieden zu denken". Er plant, ab Februar 10-prozentige Zölle auf Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland zu erheben. Dies käme zusätzlich zu einem bereits im Handelsabkommen mit der Europäischen Union festgelegten 15-prozentigen Zoll, das noch nicht ratifiziert ist.

Gold erreicht neues Rekordhoch als sicherer Hafen

In Zeiten erhöhter Unsicherheit flüchten Anleger traditionell in sogenannte sichere Häfen. Dies führte dazu, dass der Goldpreis ein neues Rekordhoch erreichte. Gold überschritt erstmals die Marke von 4.800 US-Dollar und erreichte einen Spitzenwert von 4.843 US-Dollar pro Unze. Zuletzt notierte es bei 4.841 US-Dollar pro Unze, was einem Anstieg von 1,61 % entspricht. Auch der Spotpreis für Silber erreichte am Dienstag ein neues Allzeithoch von 95,87 US-Dollar pro Unze.

US-Futures erholen sich nach starken Verlusten

Nach einem deutlichen Rückgang an der Wall Street am Dienstag zeigten sich die US-Futures am späten Dienstagabend wieder mit leichten Gewinnen. Die Futures für den S&P 500 stiegen um 0,29 % auf 6.849,50 Punkte. Die Dow Jones Industrial Average Futures legten um 0,21 % auf 48.769,00 Punkte zu, und die Nasdaq Futures erhöhten sich um 0,30 % auf 25.205,25 Punkte.

Am Dienstag hatte der S&P 500 den stärksten Rückgang seit Oktober verzeichnet und fiel um 2,1 % auf 6.796,86 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average sank um 1,8 % auf 48.488,59 Punkte, und der Nasdaq Composite verlor 2,4 % auf 22.954,32 Punkte. Unternehmen wie Nvidia (-4,4 %), Apple (-3,5 %), Lowe’s (-3,3 %), JPMorgan Chase (-3,1 %) und Caterpillar (-2,5 %) verzeichneten dabei erhebliche Verluste.

Asiatische Märkte unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte weiteten ihre Verluste am Mittwoch größtenteils aus. Tokios Nikkei 225 gab um 0,7 % auf 52.603,44 Punkte nach. Die Märkte in Japan wurden sowohl durch geopolitische Unsicherheiten als auch durch innenpolitische Themen belastet. Südkoreas Kospi verlor 0,5 % auf 4.862,17 Punkte, und Hongkongs Hang Seng sank um 0,2 % auf 26.435,20 Punkte. In Australien büßte der S&P/ASX 200 0,4 % auf 8.781,70 Punkte ein, und Taiwans Taiex fiel um 0,9 %.

Einige Märkte konnten sich jedoch leicht erholen: Der Shanghai Composite Index stieg marginal um 0,2 % auf 4.120,10 Punkte, und Indiens Sensex legte um 0,1 % zu.

Japanische Politik und Zentralbanken im Fokus

Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi hat vorgezogene Neuwahlen für den 8. Februar ausgerufen. Dies führte zu Rekordständen bei den Renditen langfristiger Staatsanleihen. Es wird angenommen, dass Takaichi, die ihre hohen Zustimmungsraten nutzen möchte, um eine Mehrheit für ihre Liberaldemokratische Partei zu konsolidieren, Steuersenkungen und höhere Ausgaben plant. Dies würde die Herausforderungen Japans im Umgang mit seiner massiven Staatsverschuldung weiter erhöhen. Die Rendite der 40-jährigen japanischen Staatsanleihe lag am frühen Mittwoch bei 4,095 %, nachdem sie am Dienstag ein Allzeithoch von 4,22 % erreicht hatte.

Die Federal Reserve wird nächste Woche zu ihrer geldpolitischen Sitzung zusammenkommen, wobei die Wall Street davon ausgeht, dass der Leitzins unverändert bleiben wird. Die japanische Zentralbank wird ihre erste geldpolitische Sitzung am Freitag abschließen.

Rohstoff- und Währungsmärkte

An den Rohstoffmärkten verlor US-Benchmark-Rohöl am frühen Mittwoch 56 Cent auf 59,80 US-Dollar pro Barrel. Brent-Rohöl, der internationale Standard, gab 70 Cent auf 64,22 US-Dollar pro Barrel nach.

Der US-Dollar fiel gegenüber dem japanischen Yen von 158,16 Yen auf 158,08 Yen. Der Euro zeigte sich gegenüber dem US-Dollar nahezu unverändert bei 1,1719 US-Dollar. Der US-Dollar-Index (DXY) sank am Dienstag marginal um 0,07 % auf 98,492 und fiel damit den dritten Tag in Folge.

Erwähnte Persönlichkeiten