Goldman Sachs: Hohe Bewertungen, aber 11% Rendite und kein Bärenmarkt 2026

Goldman Sachs: Hohe Bewertungen, aber 11% Rendite und kein Bärenmarkt 2026

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Goldman Sachs Research prognostiziert für die nächsten zwölf Monate globale Aktienrenditen von insgesamt 11%. Dieses Wachstum soll hauptsächlich durch robustes Gewinnwachstum getragen werden, welches die Risiken historisch hoher Aktienbewertungen überwiegen dürfte.

Goldman Sachs: Optimismus trotz hoher Bewertungen

Nach einem starken Jahr 2025 erwarten die Analysten von Goldman Sachs, dass das Jahr 2026 primär von fundamentalem Gewinnwachstum und nicht von expandierenden Kurs-Gewinn-Verhältnissen geprägt sein wird. Die Bank prognostiziert einen globalen Anstieg der Aktienkurse um 9%, wobei Dividenden die Gesamtrendite in US-Dollar auf 11% erhöhen sollen. Peter Oppenheimer, Chef-Global-Aktienstratege, sieht die Märkte in der "Optimismusphase" des aktuellen Zyklus. Obwohl diese Phase oft mit steigenden Bewertungen einhergeht, wird der Großteil der diesjährigen Gewinne laut Analysten "gewinngetrieben" sein.

Keine Bärenmarkt-Gefahr in Sicht

Der Bericht warnt zwar vor "historisch hohen Niveaus" der Bewertungen in allen wichtigen Regionen, einschließlich den USA, Japan und Europa. Goldman Sachs argumentiert jedoch, dass hohe Preise allein nicht ausreichen, um einen Marktzusammenbruch auszulösen. Oppenheimer betont, dass signifikante Bärenmärkte selten ohne eine wirtschaftliche Rezession auftreten. Da die Weltwirtschaft auf weiteres Wachstum eingestellt ist und die Federal Reserve voraussichtlich weitere moderate Lockerungen vornehmen wird, bleibt das makroökonomische Umfeld unterstützend. Oppenheimer schreibt: "Es wäre ungewöhnlich, einen signifikanten Rückschlag bei Aktien zu sehen… selbst bei erhöhten Bewertungen." Goldman Sachs Research prognostiziert für das US-BIP ein Wachstum von 2,7% in diesem Jahr und erwartet zwei Zinssenkungen der Fed um jeweils 25 Basispunkte (Stand: 6. Januar).

Diversifikation als Schlüssel zum Erfolg

Goldman Sachs rät Anlegern, über die US-Grenzen hinauszublicken. Im Jahr 2025 belohnte die geografische Diversifikation Investoren, da US-Aktien zum ersten Mal seit fast 15 Jahren schlechter abschnitten als Märkte in Europa und Asien. Die Bank erwartet, dass sich diese Konvergenz im Jahr 2026 fortsetzen wird. Da sich die Lücke bei den wachstumsbereinigten Bewertungen zwischen den USA und dem Rest der Welt verringert, werden Anleger ermutigt, Chancen in Schwellenländern und Sektoren zu suchen, die vom "Spillover" der KI-Kapitalausgaben profitieren dürften, anstatt sich ausschließlich auf Large-Cap-Technologieaktien zu konzentrieren.

Tech-Sektor: Keine Blase, aber Vorsicht bei KI-Investitionen

Trotz des "intensiven" Fokus auf künstliche Intelligenz kommt der Bericht zu dem Schluss, dass der Markt keine Blase ist. Die aktuellen Tech-Bewertungen sind zwar hoch, werden aber durch überlegenes Gewinnwachstum gestützt und liegen weit unter den extremen Disparitäten, die während des Dot-Com-Höhepunkts im Jahr 2000 zu beobachten waren. Dennoch birgt die Konzentration im S&P 500 ein idiosynkratisches Risiko und eine Abhängigkeit von der Stärke der größten US-Unternehmen, wie Snider von Goldman Sachs Research anmerkt.

Die größten öffentlichen Hyperscale-Tech-Unternehmen hatten 2025 Kapitalausgaben von rund 400 Milliarden US-Dollar, fast 70% mehr als 2024. Goldman Sachs Research erwartet, dass die KI-Investitionen in diesem Jahr weiter steigen werden. Da die Kapitalausgaben jedoch voraussichtlich 75% der Cashflows erreichen werden – ähnlich den Ausgaben von Technologieunternehmen in den späten 1990er Jahren – wird das zukünftige Ausgabenwachstum zunehmend auf Fremdfinanzierung angewiesen sein. Snider weist darauf hin, dass die Geschichte eine gemischte Erfolgsbilanz hinsichtlich des Erfolgs von "First Movern" in Zeiten großer technologischer Innovationen zeigt.

Aktuelle Marktentwicklung und Risikofaktoren

Der S&P 500 und der Dow Jones Index haben im bisherigen Jahresverlauf 1,44% bzw. 3,09% zugelegt. Der Nasdaq 100 Index ist im gleichen Zeitraum um 1,03% gestiegen. Der SPDR S&P 500 ETF Trust (NYSE:SPY) und der Invesco QQQ Trust ETF (NASDAQ:QQQ) schlossen am Montag höher, wobei der SPY um 0,16% auf 695,16 US-Dollar und der QQQ um 0,083% auf 627,17 US-Dollar zulegte, basierend auf Benzinga Pro Daten. Die Futures der Indizes S&P 500, Nasdaq 100 und Dow Jones notierten am Dienstag niedriger.

Die größten Risiken für eine Aktienmarktrallye sind ein schwächeres als erwartetes Wirtschaftswachstum oder eine restriktivere Haltung der Fed. Snider merkt an, dass "beides in naher Zukunft unwahrscheinlich erscheint." Weitere Risiken umfassen die Entwicklung der KI-Kapitalausgaben, die Renditen dieser Investitionen und die Auswirkungen der KI-Adoption.

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