Microsoft: Günstigste "Magnificent Seven" Aktie – Kaufgelegenheit?

Microsoft: Günstigste "Magnificent Seven" Aktie – Kaufgelegenheit?

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Microsoft (NASDAQ: MSFT) hat sich nach dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zur günstigsten Aktie der "Magnificent Seven" entwickelt. Mit einem KGV von 25 liegt die Bewertung auf dem niedrigsten Stand seit dem Bärenmarkt im Jahr 2022. Dies wirft die Frage auf, ob Anleger diese Entwicklung als Kaufgelegenheit betrachten oder abwarten sollten.

Microsoft: Günstigste Aktie der "Magnificent Seven"

Es mag für einige Investoren überraschend sein, dass Microsoft nun die günstigste Aktie innerhalb der "Magnificent Seven" ist, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis. Selbst Alphabet und Meta Platforms, die zuvor die niedrigsten Bewertungen in dieser Gruppe aufwiesen, haben im Vergleich zu Microsoft an relativer Attraktivität gewonnen. Der Aktienkurs von Microsoft hat sich im vergangenen Jahr flach entwickelt und ist im bisherigen Jahresverlauf 2026 um 16,5 % gefallen, was zu diesem KGV von 25 beigetragen hat.

Herausforderungen im Fokus

Microsoft sah sich einem "perfekten Sturm" von Herausforderungen gegenüber. Eine enge Partnerschaft mit OpenAI, bei der rund 45 % des Auftragsbestands von 625 Milliarden US-Dollar an OpenAI gebunden sind, wirft Fragen bezüglich einer wichtigen Einnahmequelle auf. Zudem haben KI-Aktien generell aufgrund massiver Investitionen in Sachanlagen (Capex) im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) einen Rückgang erlebt. Microsoft hat im ersten Halbjahr des Fiskaljahres 2026 (endend am 31. Dezember) 49 Milliarden US-Dollar für Capex ausgegeben und ist auf dem Weg, im gesamten Fiskaljahr etwa 100 Milliarden US-Dollar zu investieren. Auch ein sich verlangsamendes Wachstum im Azure Cloud-Geschäft trug zum Druck bei.

Solide Finanzbasis und Wachstumsaussichten

Trotz der hohen Investitionen sind Microsofts Finanzen solide. Das Unternehmen verfügt über 89 Milliarden US-Dollar an Liquidität und generierte in den letzten zwölf Monaten über 97 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow. Dies deutet darauf hin, dass Microsoft diese kostspieligen Investitionen stemmen kann. Die Finanzleistung des Unternehmens verbessert sich weiter: Im ersten Halbjahr des Fiskaljahres 2026 stieg der Umsatz auf 159 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn für die ersten beiden Quartale des Fiskaljahres 2026 belief sich auf 66 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 36 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

KI als Wachstumstreiber

Die Investitionen in KI könnten sich langfristig auszahlen. Grand View Research prognostiziert für den KI-Markt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 31 % bis 2033, wodurch die Branche auf eine Größe von 3,5 Billionen US-Dollar anwachsen könnte. Microsoft ist durch seine Cloud-Computing-Sparte Azure, die im letzten Quartal ein Umsatzwachstum von 39 % verzeichnete, hervorragend positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Azure ist Microsofts am schnellsten wachsendes Segment. Die Strategie, bei der Entwicklung und dem Betrieb von KI-Modellen neutral zu bleiben und Entwicklern die Wahl zwischen zahlreichen generativen KI-Modellen zu lassen, wird als vorteilhaft angesehen.

Weitere KI-Initiativen umfassen:

  • Die Einführung eines KI-gestützten Gesundheitsassistenten in Microsofts Consumer-Chatbot.
  • Die Erwartung von Durchbrüchen bei der Skalierung von KI-Funktionen, die auf der Microsoft Build 2026 vorgestellt werden sollen.

Insider- und institutionelle Aktivitäten

In den letzten sechs Monaten gab es bei Microsoft Insider-Handelsaktivitäten:

  • Insider tätigten 6 Transaktionen, davon 1 Kauf und 5 Verkäufe.
  • BRADFORD L SMITH (Vice Chair und President) verkaufte 38.500 Aktien für geschätzte 19.967.707 US-Dollar.
  • JUDSON ALTHOFF (CEO Microsoft Commercial) verkaufte 12.750 Aktien für geschätzte 6.266.829 US-Dollar.
  • JOHN W STANTON kaufte 5.000 Aktien für geschätzte 1.986.750 US-Dollar.

Auch Mitglieder des Kongresses handelten in den letzten sechs Monaten mit MSFT-Aktien:

  • Es gab 41 Transaktionen, davon 21 Käufe und 20 Verkäufe.

Bei institutionellen Anlegern haben 2.783 ihre Positionen in Microsoft-Aktien aufgestockt, während 2.788 ihre Bestände im letzten Quartal reduziert haben.

Fazit: Kaufgelegenheit oder abwarten?

Einige Experten sehen Microsoft unter den aktuellen Bedingungen als Kaufgelegenheit. Sie argumentieren, dass Microsofts Aktie selten so günstig war und verweisen auf die letzte ähnliche Situation Anfang 2023, die zu einem Kursgewinn von über 50 % im selben Jahr führte. Obwohl die Abhängigkeit von OpenAI und die massiven Capex-Ausgaben Bedenken hervorrufen können, wird die solide Finanzlage und die zentrale Rolle Microsofts bei der globalen KI-Bereitstellung als starke Argumente für einen Kauf angesehen. Die Kerninvestitionsthese von Microsoft habe sich nicht geändert, was den aktuellen "Verkaufspreis" als Geschenk für Investoren erscheinen lässt, die eine Top-KI-Aktie suchen.