Oracle, Ciena & Co.: Gemischte Quartalsergebnisse und KI-Ausblick

Oracle, Ciena & Co.: Gemischte Quartalsergebnisse und KI-Ausblick

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Die US-Börsen starteten am Donnerstag mit leichten Verlusten, während mehrere Unternehmen ihre Quartalsergebnisse präsentierten oder deren Veröffentlichung bevorsteht. Im Fokus standen insbesondere Oracle mit gemischten Zahlen und Ciena, dessen Bericht mit Spannung erwartet wird. Die allgemeine Investorenstimmung bleibt trotz einiger Bedenken überwiegend optimistisch.

Oracle: Gemischte Ergebnisse und KI-Ambitionen

Oracle Corp. (NYSE:ORCL) veröffentlichte nach Börsenschluss am Mittwoch gemischte Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Software-Riese meldete einen Umsatz von 16,06 Milliarden US-Dollar, womit die Analystenschätzungen von 16,21 Milliarden US-Dollar verfehlt wurden. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie übertraf jedoch die Erwartungen deutlich und stieg im Jahresvergleich um 54 % auf 2,26 US-Dollar, verglichen mit den geschätzten 1,64 US-Dollar, so Daten von Benzinga Pro.

Die Oracle-Aktien reagierten im nachbörslichen Handel mit einem Rückgang von 11,5 % auf 197,30 US-Dollar. Die Ergebnisse wurden am 10. Dezember 2025 bekannt gegeben, gefolgt von einer Telefonkonferenz und einem Live-Webcast. Oracle bietet integrierte Anwendungssuiten sowie eine sichere, autonome Infrastruktur in der Oracle Cloud an.

Im September hatte Oracle kurzzeitig Nvidia als "heißesten KI-Player" an der Wall Street abgelöst. Dies geschah, nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass sein Cloud-Computing-Auftragsbestand sich auf fast 500 Milliarden US-Dollar mehr als vervierfacht hatte. Analysten lobten die Ergebnisse als "wirklich historisch" und sprachen von einer "seismischen Verschiebung im Computing", obwohl Berichte darauf hindeuteten, dass fast das gesamte Wachstum des Auftragsbestands aus einem 300 Milliarden US-Dollar schweren, mehrjährigen Geschäft stammte.

Ciena: Erwartungen vor der Veröffentlichung

Ciena Corp. (NYSE:CIEN) steht ebenfalls im Rampenlicht, da die Wall Street vor der Eröffnungsglocke am Donnerstag die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse erwartet. Analysten prognostizieren laut Benzinga Pro ein Ergebnis von 77 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 1,28 Milliarden US-Dollar.

Im nachbörslichen Handel stiegen die Ciena-Aktien um 1,2 % auf 224,50 US-Dollar. Die Erwartungen an das Unternehmen sind hoch, da Anleger gespannt auf die offiziellen Zahlen warten.

Weitere Unternehmen im Fokus: Broadcom, Adobe und Costco

Auch andere große Namen der US-Börse lieferten oder erwarten wichtige Finanzdaten. Broadcom Inc. (NASDAQ:AVGO) wird nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse veröffentlichen, wobei Analysten ein Ergebnis von 1,86 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 17,1491 Milliarden US-Dollar erwarten. Die Broadcom-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um 0,8 % auf 409,70 US-Dollar. Die Wall Street blickt optimistisch auf Broadcom und Oracle, da beide Unternehmen Anzeichen für eine anhaltend starke KI-Nachfrage im kommenden Jahr zeigen sollen.

Adobe Inc. (NASDAQ:ADBE) meldete besser als erwartete Ergebnisse für das vierte Quartal. Das Unternehmen prognostiziert zudem ein GAAP EPS für das Geschäftsjahr 2026 von 17,90 bis 18,10 US-Dollar, was über der Analystenschätzung von 16,56 US-Dollar liegt. Die Adobe-Aktien gaben im nachbörslichen Handel um 0,8 % auf 340,40 US-Dollar nach.

Costco Wholesale Corp. (NASDAQ:COST) wird nach Börsenschluss ebenfalls Quartalsergebnisse vorlegen. Analysten erwarten ein Ergebnis von 4,28 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 67,17 Milliarden US-Dollar. Die Costco-Aktien legten im nachbörslichen Handel leicht um 0,1 % auf 875,28 US-Dollar zu.

Investorenstimmung und der KI-Markt

Die allgemeine Investorenstimmung bleibt trotz verschiedener Bedenken bemerkenswert optimistisch. Eine aktuelle Umfrage von Investopedia zeigt, dass über 60 % der Anleger sich als optimistisch oder vorsichtig optimistisch beschreiben, während weniger als ein Drittel skeptisch oder zögerlich ist. Dies gilt, obwohl Sorgen um Zölle, Inflation und eine potenzielle Aktienmarktblase bestehen.

Der Ausverkauf bei großen Aktien wie Nvidia (NVDA), Amazon (AMZN) und Palantir (PLTR) Ende November schreckte die Anleger nicht ab. Im Gegenteil, laut dem Schwab Trading Activity Index (STAX) nutzten Schwab-Kunden diese Rückgänge, um zu einem der schnellsten Tempi in der Geschichte "den Dip zu kaufen". Dies geschah, obwohl die Mehrheit der Befragten in der Umfrage der Meinung ist, dass KI-bezogene Aktien in einer Blase stecken und fast die Hälfte dasselbe über die größten Tech-Aktien am Markt denkt. Auch Kryptowährungen wie Bitcoin werden von mehr als der Hälfte als überhitzt angesehen, trotz eines Preisrückgangs von 25 % im letzten Monat.

Goldman Sachs-Analysen deuten jedoch darauf hin, dass nicht alle Sektoraktien in den kommenden Monaten allein durch branchenweite Kräfte nach oben gezogen werden könnten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung im aktuellen Marktumfeld.