
Tim Scott erwartet breite GOP-Unterstützung für Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Der republikanische Vorsitzende des Senatsausschusses für Banken, Tim Scott aus South Carolina, erwartet, dass der von Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve, Kevin Warsh, das Bestätigungsverfahren im Senat erfolgreich durchlaufen wird. Warsh, der Jerome Powell ablösen soll, wird sich am Dienstag einer Anhörung stellen, bei der Scott demokratische Kritik an Warshs finanziellen Offenlegungen erwartet.
Warshs Nominierung und die Erwartungen im Senat
Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh im Januar für den Vorsitz des Federal Reserve Board of Governors. Tim Scott bezeichnete Warsh als "fantastische Person und eine sehr starke Wahl" und fügte hinzu: "Ich kenne Kevin seit einigen Jahren. Er ist einer meiner Favoriten in der Welt der Wirtschaft." Scott prognostiziert eine "nahezu einstimmige" Unterstützung für Warsh von republikanischer Seite. Selbst Tom Tillis, der eine DOJ-Untersuchung abwarten möchte, unterstützt Kevin Warsh.
Die Anhörung und erwartete Kritik
Kevin Warsh wird am Dienstag vor Scotts Ausschuss erscheinen. Scott erwartet, dass die Demokraten sich bei der Anhörung auf Warshs finanzielle Offenlegungen konzentrieren werden, was bereits zu einer Verzögerung der Anhörung geführt hat. Scott äußerte gegenüber Fox News Digital: "Bei den Demokraten stelle ich mir vor, dass es viel Händeringen um Offenlegungen geben wird, anstatt um wirtschaftliches Wissen und die Weisheit oder das Verständnis der agilen Natur unserer Wirtschaft." Er fügte hinzu, dass Demokraten "jetzt Angst haben, Präsident Trump zu unterstützen, selbst wenn es im besten Interesse des Landes ist, was ziemlich bedauerlich ist."
Kontroversen um Jerome Powell
Die amtierende Fed-Vorsitzende Jerome Powell ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, die im November von Richterin Jeanine Pirro, die von Trump zur Leiterin der US-Staatsanwaltschaft für den District of Columbia ernannt wurde, autorisiert wurde. Die Untersuchung basiert auf einem Renovierungsprojekt des Fed-Hauptquartiers im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar, wobei einige Ermittler Powell vorwerfen, im Juni 2025 vor Scotts Ausschuss unter Eid gelogen zu haben. Powell bezeichnete die rechtlichen Schritte der Trump-Administration als politisch motiviert und als Reaktion auf seine Zurückhaltung, die Zinssätze zu senken. Er erklärte: "Diese neue Bedrohung betrifft weder meine Aussage vom letzten Juni noch die Renovierung der Gebäude der Federal Reserve. Es geht nicht um die Aufsichtsrolle des Kongresses; die Fed hat durch Zeugenaussagen und andere öffentliche Offenlegungen alle Anstrengungen unternommen, den Kongress über das Renovierungsprojekt auf dem Laufenden zu halten."
Warsh vs. Powell: Unabhängigkeit der Fed und Wirtschaftspolitik
Tim Scott sieht deutliche Unterschiede zwischen Powell und Warsh hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed. Scott sagte, Powell habe die Politik während seiner Amtszeit nicht aus seiner Agenda entfernt. Er erklärte: "Ich denke, Powell kannte die Definition von 'transitorisch' nicht, und ich denke, Kevin Warsh wird sie kennen." Scott kritisierte, dass Powell unter der Biden-Regierung in sehr politische Angelegenheiten eingegriffen habe, die dem Kongress überlassen werden sollten, einschließlich der Klimaagenda. Er erwartet, dass dies unter Kevin Warsh nicht der Fall sein wird: "Ich denke, er wird sich auf das Wichtigste konzentrieren, nämlich das Geld und nicht das Klima."
Kevin Warsh: Werdegang des Kandidaten
Kevin Warsh, 56 Jahre alt, trat 2006 im Alter von nur 35 Jahren dem Federal Reserve Board bei und war damit einer der jüngsten Gouverneure in der Geschichte der amerikanischen Zentralbank. Der aus Albany, New York, stammende Warsh absolvierte 1992 Stanford und erwarb 1995 seinen Juris Doctor cum laude an der Harvard Law School. Er arbeitete im Bereich Fusionen und Übernahmen bei Morgan Stanley und diente anschließend im Weißen Haus als Sonderassistent des Präsidenten für Wirtschaftspolitik und Exekutivsekretär des Nationalen Wirtschaftsrates unter Präsident George W. Bush.
Der Bestätigungsprozess
Nach seiner Anhörung am Dienstagmorgen wird der Senat über Warshs Weiterleitung an den gesamten Senat abstimmen, wo er lediglich eine einfache Mehrheit benötigt, um für die Rolle bestätigt zu werden. Powells Amtszeit endet am 15. Mai, sodass Warsh voraussichtlich zu diesem Zeitpunkt oder um diesen Zeitpunkt herum den Vorsitz der Fed übernehmen wird.