Trump begrenzt CEO-Gehälter und Ausschüttungen bei Rüstungsfirmen

Trump begrenzt CEO-Gehälter und Ausschüttungen bei Rüstungsfirmen

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US-Präsident Donald Trump hat eine Exekutivverordnung unterzeichnet, die die Vergütung von Führungskräften und Ausschüttungen an Aktionäre bei Verteidigungsunternehmen ins Visier nimmt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen und die pünktliche Lieferung von Ausrüstung zu gewährleisten, anstatt den Fokus auf kurzfristige Unternehmensgewinne zu legen. Die Anordnung folgt auf Trumps Kritik an der Leistung der Rüstungsindustrie.

Trumps Exekutivverordnung: Neue Regeln für Verteidigungsunternehmen

Die am Mittwoch unterzeichnete Exekutivverordnung legt neue Regeln für Verteidigungsauftragnehmer fest. Sie verbietet Aktienrückkäufe und Dividenden, "until such time as they are able to produce a superior product, on time and on budget". Dies soll sicherstellen, dass Investitionen in Produktion und Innovation Vorrang vor finanziellen Ausschüttungen haben.

Weiterhin stipuliert die Verordnung, dass in zukünftigen Verträgen die Grundgehälter von Führungskräften auf dem aktuellen Niveau gedeckelt werden, sollte der Kriegsminister mit der Unternehmensleistung unzufrieden sein. Die Vergütung soll zudem nicht an "short-term financial metrics" gebunden sein. Stattdessen soll sie an "on-time delivery, increased production, and all necessary facilitation of investments and operating improvements" gekoppelt werden.

Die Exekutivverordnung beauftragt Verteidigungsminister Pete Hegseth, innerhalb von 30 Tagen die Leistung von Auftragnehmern zu überprüfen. Bei festgestellter "underperforming" oder mangelnden Investitionen in die Produktionskapazität soll Hegseth Abhilfemaßnahmen einleiten. Zukünftige Verträge sollen innerhalb von 60 Tagen eine Klausel enthalten, die Aktienrückkäufe und Ausschüttungen während einer solchen "underperformance" verbietet.

Kritik an "exorbitanten" CEO-Gehältern und langsamen Lieferungen

Präsident Trump äußerte sich am Mittwoch in einer Reihe von Posts auf Truth Social kritisch über die Führungskräfte der Verteidigungsunternehmen. Er schrieb: "Executive Pay Packages in the Defense Industry are exorbitant and unjustifiable given how slowly these Companies are delivering vital Equipment to our Military." Er fügte hinzu: "Salaries, Stock Options, and every other form of Compensation are far too high for these Executives."

Trump beklagte, dass "massive Dividenden an ihre Aktionäre und massive Aktienrückkäufe" auf Kosten von Investitionen in Anlagen und Ausrüstung erfolgen. Er schlug vor, dass kein Manager "in excess of $5 million" verdienen sollte, bis sich die Produktionsgeschwindigkeit und Wartung verbessern. Die Exekutivverordnung selbst setzte diese genaue Obergrenze jedoch nicht fest. Er betonte, dass Militärausrüstung "NOT BEING MADE FAST ENOUGH!"

Die Vergütung der Top-Manager im Fokus

Die Führungskräfte der fünf größten Verteidigungsunternehmen – Lockheed Martin, RTX (ehemals Raytheon), Northrop Grumman, Boeing und General Dynamics – verdienten im Jahr 2024 jeweils über 18 Millionen US-Dollar an Gesamtvergütung. Diese Summe setzte sich aus Gehalt, Anreizen, Aktienoptionen und anderen Leistungen zusammen, einschließlich des Werts von Sicherheitsdiensten und Änderungen im Wert von Pensionsfonds.

Spezifische Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen:

  • Der CEO von Lockheed Martin erhielt über 23,7 Millionen US-Dollar.
  • Der CEO von General Dynamics erhielt ebenfalls über 23,7 Millionen US-Dollar.
  • Der CEO von RTX erhielt über 18 Millionen US-Dollar.
  • Der CEO von Northrop Grumman erhielt über 24,3 Millionen US-Dollar.

Obwohl diese Vergütungen Trumps vorgeschlagene Obergrenze von 5 Millionen US-Dollar deutlich übersteigen, sind sie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsführern geringer. Dutzende von CEOs verdienten 2024 mehr; so hatte James Robert Anderson, Leiter des Materialherstellers Coherent, ein Vergütungspaket von über 100 Millionen US-Dollar. Die CEOs von Starbucks, GE und Microsoft verdienten jeweils über 75 Millionen US-Dollar.

Trumps Vision: Ein 1,5 Billionen US-Dollar Militärbudget

Die Maßnahmen zur Regulierung der Verteidigungsunternehmen sind Teil von Trumps umfassenderen Plänen für das US-Militär. Am Mittwochabend erklärte er auf Truth Social, dass das amerikanische Militärbudget bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar erhöht werden sollte. Dies wäre eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Rekordverteidigungsbudget von 901 Milliarden US-Dollar für 2026.

Trump behauptete, eine solche Erhöhung würde den Bau des "Dream Military" ermöglichen, das die USA "SAFE and SECURE" halten würde, "regardless of foe". Diese Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Exekutivverordnung.

Reaktionen der Industrie und des Marktes

Ein Sprecher von Lockheed Martin erklärte gegenüber Business Insider bezüglich der Verordnung, das Unternehmen teile "President Trump's and the Department of War's focus on speed, accountability, and results". Lockheed Martin werde weiterhin in großem Umfang investieren und innovieren, um sicherzustellen, dass die "Warfighter" einen entscheidenden Vorteil behalten.

Boeing und General Dynamics lehnten eine Stellungnahme ab. Northrop Grumman und RTX reagierten nicht sofort auf Anfragen. Nach der Unterzeichnung der Exekutivverordnung fielen die Aktien der Verteidigungsunternehmen zunächst. Am Donnerstagmorgen stiegen die Verteidigungsaktien jedoch wieder an und machten die Verluste wett, nachdem Trump seine Pläne für ein deutlich erhöhtes Militärbudget bekannt gab.

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