Trump zahlt TSA-Mitarbeiter: Finanzierung und Kontroversen im DHS-Stillstand

Trump zahlt TSA-Mitarbeiter: Finanzierung und Kontroversen im DHS-Stillstand

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Nach wochenlangen langen Schlangen an Flughäfen und einem festgefahrenen Haushaltsstreit im Kongress erhalten die Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) wieder Gehalt. Präsident Donald Trump hat dies durch einen Exekutivbefehl ermöglicht, der eine vorübergehende Entlastung für Reisende und das Sicherheitspersonal schafft, aber gleichzeitig Fragen zur Finanzierung und zur Verfassungsmäßigkeit aufwirft.

Trumps Exekutivbefehl und die sofortige Wirkung

Präsident Trump unterzeichnete den Exekutivbefehl am Freitagnachmittag, nachdem ein Finanzierungsgesetz für das Department of Homeland Security (DHS) im Kongress gescheitert war. Die TSA-Mitarbeiter, die bereits zwei Gehaltsschecks verpasst hatten, begannen Anfang der Woche, ihre Nachzahlungen zu erhalten. Diese Maßnahme führte umgehend zu einer spürbaren Entspannung an den Flughäfen.

Die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen, die zuvor stundenlang waren – beispielsweise vier Stunden am George Bush Intercontinental Airport in Houston –, reduzierten sich am Montag auf zehn Minuten oder weniger. Auch an anderen Problemflughäfen wie Baltimore-Washington International Airport und Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport normalisierten sich die Wartezeiten weitgehend. Lauren Bis, amtierende stellvertretende Staatssekretärin für öffentliche Angelegenheiten im DHS, bestätigte, dass die meisten TSA-Mitarbeiter rückwirkend mindestens zwei volle Gehaltsschecks erhalten haben und die Behörde aggressiv daran arbeite, einen dritten halben Scheck auszuzahlen.

Die umstrittene Finanzierungsquelle

Die Trump-Administration hat bestätigt, dass die Gelder aus dem Steuer- und Ausgabengesetz des letzten Jahres stammen, bekannt als "One Big Beautiful Bill Act". Der Exekutivbefehl weist den DHS-Sekretär und den Direktor des White House Office of Management and Budget an, "Mittel zu verwenden, die einen vernünftigen und logischen Zusammenhang mit den TSA-Operationen haben", um die Mitarbeiter zu bezahlen.

Bobby Kogan, Senior Director für Bundeshaushaltspolitik am Center for American Progress, vermutet, dass die Gelder aus einem spezifischen Abschnitt des über 300 Seiten umfassenden Gesetzes stammen. Dieser Abschnitt sieht 10 Milliarden Dollar "für die Erstattung von Kosten vor, die bei der Durchführung von Aktivitäten zur Unterstützung der Mission des Department of Homeland Security zum Schutz der Grenzen der Vereinigten Staaten anfallen." Kogan bezeichnete dies als einen "riesigen Schmierfonds", der jedoch nicht für "alles" verwendet werden könne. Er schätzt, dass die Kosten für die Finanzierung der TSA etwa 140 Millionen Dollar pro Woche betragen könnten, was bedeuten würde, dass der Fonds die Agentur für ein Jahr finanzieren könnte.

Rechtliche Bedenken und politische Reaktionen

Trumps Vorgehen, den Kongress zu umgehen, der laut US-Verfassung die Macht über die Bundesausgaben hat, hat Alarm ausgelöst. Devin O'Connor, Senior Fellow am Center on Budget and Policy Priorities, äußerte Bedenken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit. Er kritisierte, dass die Regierung keine wirkliche Klarheit über die Herkunft der Gelder geschaffen habe und dass der Kongress die 10 Milliarden Dollar nicht mit der Absicht bereitgestellt habe, TSA-Mitarbeiter zu bezahlen.

Bobby Kogan geht noch weiter und sieht darin einen klaren Verstoß gegen den Antideficiency Act, ein Gesetz aus dem 19. Jahrhundert, das Bundesbehörden die Ausgabe von nicht vom Kongress bewilligten Mitteln untersagt. Obwohl bisher niemand nach diesem Gesetz strafrechtlich verfolgt wurde, bezeichnet Kogan es als "eine seiner unzähligen illegalen Haushaltsmaßnahmen". Ein Beamter des Office of Management and Budget verteidigte die Rechtmäßigkeit der Finanzierung und verwies auf ein Memo des Justizministeriums, das Behörden "erhebliches Ermessen bei der Festlegung" einräume, ob Ausgaben den autorisierten Zwecken der Behörde dienen.

Rosa DeLauro, ranghöchstes Mitglied des House Appropriations Committee, begrüßte zwar die Bezahlung der Mitarbeiter, forderte jedoch eine Erklärung von der Administration, welche Mittel verwendet werden, nachdem zuvor fälschlicherweise behauptet worden sei, dies sei nicht möglich. Trotz der Bedenken ist es unwahrscheinlich, dass die Demokraten Trumps Schritt anfechten, da sie das Risiko vermeiden wollen, die Gehaltszahlungen für die TSA-Mitarbeiter zu stoppen, was politisch unpopulär wäre.

Die anhaltende Krise und ihre Folgen für das Personal

Der DHS-Stillstand, der seit Februar andauert, hatte gravierende Auswirkungen auf die TSA-Mitarbeiter. Die tägliche Abwesenheitsrate erreichte am Donnerstag vor der Anordnung 11,83 %, den höchsten Stand seit Beginn des Stillstands am 14. Februar. An einigen Flughäfen, wie dem John F. Kennedy International Airport, fehlten 33,6 % der eingeplanten Beamten.

Caleb Harmon-Marshall, ein ehemaliger TSA-Mitarbeiter, der weiterhin in Kontakt mit aktuellen Kollegen steht, äußerte, dass die Verwirrung über die sich ständig ändernden Entscheidungen dazu führen könnte, dass die Verzögerungen noch ein oder zwei Wochen anhalten. Die Mitarbeiter hofften, endlich bezahlt zu werden, nachdem sie während des Stillstands mit Rechnungen, Schulden und Mahngebühren zu kämpfen hatten.

Johnny Jones, Sekretär und Schatzmeister des American Federation of Government Employees’ TSA Council 100, betonte, dass die Maßnahme des Präsidenten zwar gut sei, aber eine dauerhafte Lösung für das gesamte Department of Homeland Security erforderlich sei. Er sprach von einem "enormen Schaden", der der Moral der Belegschaft zugefügt wurde, da die TSA-Mitarbeiter in Verhandlungen als "Bauernopfer" benutzt worden seien. Die Gewerkschaft berichtete zudem, dass einige Mitarbeiter falsche Nachzahlungsbeträge erhalten hätten, einschließlich fehlender Überstunden und fehlerhafter Steuerabzüge. Die TSA hat zudem ihre Zwangsurlaubsrichtlinie aktualisiert, wodurch Mitarbeiter, die aus shutdown-bedingten Gründen nicht zur Arbeit erscheinen konnten, nun disziplinarische Maßnahmen befürchten müssen.

ICE-Einsatz und der breitere Kontext des DHS-Stillstands

Bereits Tage vor dem Exekutivbefehl hatte Präsident Trump Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) an Flughäfen eingesetzt, um die Sicherheitslinien zu verkürzen. Diese ICE-Beamten unterstützten bei der Menschenmengenregulierung, Logistik, Ein- und Ausgangssicherheit sowie der Identitätsprüfung.

Der breitere Haushaltsstreit um das DHS, zu dem neben der TSA auch ICE und die Grenzschutzbehörde gehören, bleibt ungelöst. Die Demokraten hatten sich geweigert, einem Finanzierungsgesetz zuzustimmen, es sei denn, es würden Schutzmaßnahmen für Einwanderungsmaßnahmen eingeführt, wie das Verbot von Masken für Beamte und die Notwendigkeit richterlicher Anordnungen für Hausdurchsuchungen. Das Weiße Haus lehnte viele dieser Forderungen ab. Ein Versuch, eine Lösung zu finden, scheiterte, als der Senat ein Gesetz verabschiedete, das das DHS finanzierte, aber ICE und andere Einwanderungsbehörden ausschloss, was wiederum von den Republikanern im Repräsentantenhaus abgelehnt wurde. Beide Kammern befinden sich nun in einer zweiwöchigen Pause, und eine baldige Lösung des Stillstands scheint unwahrscheinlich.

Erwähnte Persönlichkeiten