
Trumps Wohnungsmarktpolitik: Lob von Opendoor, Kritik von Ökonomen
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Der CEO von Opendoor Technologies Inc. (NASDAQ:OPEN), Kaz Nejatian, hat die Herangehensweise von Präsident Donald Trump an die Wohnungserschwinglichkeit gelobt. Nejatian argumentiert, dass die jüngsten politischen Maßnahmen langjährige Barrieren angehen, die Familien der Mittelschicht vom Markt für Einfamilienhäuser verdrängt haben. Diese Entwicklungen finden statt, während sich die USA auf die Zwischenwahlen im November vorbereiten.
Trumps Ansatz zur Wohnungserschwinglichkeit: Lob von Opendoor
In einem Auftritt im "The Pomp Podcast" von Anthony Pompliano am Mittwoch äußerte Kaz Nejatian: „Ich denke, dass Präsident Trump eine ausgezeichnete Arbeit leistet.“ Er bezog sich dabei auf aktuelle politische Maßnahmen, wie das Blockieren institutioneller Investoren vom Erwerb von Einfamilienhäusern. Nejatian betonte, dass es wieder möglich sein sollte, dass ein Lehrer ein Haus von seinem Gehalt kaufen kann, da dies früher der Fall war. Er bezeichnete die aktuelle Struktur des Marktes als „zutiefst unfair“, da der Anteil der Häuser, die nicht von Familien und Einzelpersonen besessen werden, den höchsten Stand erreicht hat.
Nejatian hob auch Trumps 200-Milliarden-Dollar-Plan zum Kauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren hervor, der darauf abzielt, die Hypothekenzinsen zu senken. Er nannte diesen Plan „wirklich erstaunlich“ und merkte an, dass dessen Auswirkungen bereits auf lokaler Ebene sichtbar seien. In einem X-Post fügte Nejatian hinzu: „Wenn Menschen an den amerikanischen Traum denken, denken sie an Erschwinglichkeit und Eigenheim. Präsident Trumps heutige Aktion ist ein massiver Schritt in die richtige Richtung in beiden Bereichen.“
Trumps Maßnahmen im Detail
Die von Nejatian gelobten Maßnahmen umfassen eine neue Executive Order, die darauf abzielt, große Institutionen daran zu hindern, Einfamilienhäuser zu kaufen, die für individuelle Käufer bestimmt sind. Präsident Trump erklärte am Dienstag: „Um das Angebot an Einfamilienhäusern für amerikanische Familien zu erhalten und die Wege zum Eigenheim zu erweitern, ist es die Politik meiner Regierung, dass große institutionelle Investoren keine Einfamilienhäuser kaufen sollten, die sonst von Familien erworben werden könnten.“
Die Executive Order weist staatliche Behörden an, den Hausverkauf an individuelle Käufer zu fördern, Bundesprogramme daran zu hindern, den Verkauf von Einfamilienhäusern an Wall-Street-Investoren zu erleichtern, und Akquisitionen durch große Investoren zu überprüfen. Darüber hinaus beinhaltet Trumps Plan die Anweisung an Fannie Mae und Freddie Mac, Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar zu kaufen, um die Hypothekenzinsen zu senken.
Kritische Stimmen: Ökonom warnt vor negativen Folgen
Nicht alle teilen Nejatians Optimismus. Der Ökonom Peter Schiff kritisierte Trumps Vorschlag, Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar zu kaufen. Schiff argumentiert, dass dieser Plan das Problem der Wohnungserschwinglichkeit langfristig verschärfen könnte. Seiner Meinung nach ermöglicht der Vorschlag Käufern, „zu viel“ für Häuser zu bezahlen, was sie letztendlich noch unerschwinglicher macht. Schiff stellte klar: „Die einzige Lösung für die Krise der Wohnungserschwinglichkeit sind niedrigere Hauspreise.“
Reaktion des Marktes und Analystenblick auf Opendoor
Die Aktien von Opendoor Technologies (NASDAQ:OPEN) zeigten am Mittwoch eine positive Entwicklung und stiegen um 1,41 % auf einen Schlusskurs von 6,48 USD. Über Nacht legten sie um weitere 1,23 % zu. Die Aktie erzielt in den Benzinga’s Edge Stock Rankings eine hohe Punktzahl im Bereich Momentum, was auf einen günstigen Preistrend auf lange Sicht hindeutet.
Analysten von der Wall Street prognostizieren jedoch, dass der Aktienkurs von OPEN in den nächsten 12 Monaten fallen könnte. Der durchschnittliche 1-Jahres-Kursziel für OPEN liegt bei 4,35 USD, mit einer niedrigen Prognose von 1,40 USD und einer hohen Prognose von 8,00 USD. Aktuell gibt es unter den Analysten eine "Buy"-Empfehlung, zwei "Hold"-Empfehlungen und zwei "Sell"-Empfehlungen. Beispielsweise erhöhte die Deutsche Bank ihr Kursziel auf 4 USD bei einer "Hold"-Bewertung, während Citi ihr Kursziel auf 1,40 USD anhob, aber weiterhin eine "Sell"-Empfehlung ausspricht. JPMorgan behält eine "Overweight"-Bewertung mit einem Kursziel von 8 USD bei, und Keefe Bruyette erhöhte das Kursziel auf 2 USD bei einer "Underperform"-Bewertung.
Der Markt beobachtet auch Aktien von Hausbauern wie Lennar Corp, D.R. Horton und PulteGroup, Inc., sowie von Unternehmen mit großen Beständen an Einfamilienhäusern wie Blackstone Inc., Invitation Homes Inc. und American Homes 4 Rent.