TSA-Mitarbeiter erhalten erste Gehälter: Erleichterung und anhaltende Sorgen

TSA-Mitarbeiter erhalten erste Gehälter: Erleichterung und anhaltende Sorgen

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TSA-Mitarbeiter haben nach wochenlangem, unbezahltem Dienst ihre ersten Gehaltsschecks erhalten. Während dies die langen Warteschlangen an Flughäfen reduzierte, berichten viele von unvollständigen Zahlungen und anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten. Die politische Blockade um die Finanzierung des Heimatschutzministeriums (DHS) dauert derweil an.

Erste Gehaltszahlungen nach wochenlanger Ungewissheit

Mitarbeiter der Transportation Security Administration (TSA) erhielten am Montag ihre ersten Gehaltsschecks seit über einem Monat. Das Heimatschutzministerium (DHS), das die TSA beaufsichtigt, erklärte, die meisten Mitarbeiter würden mindestens zwei volle Gehaltsschecks für die letzten beiden Abrechnungsperioden erhalten. Es gab jedoch Berichte über Verzögerungen und unvollständige Zahlungen, teilweise aufgrund von Bearbeitungszeiten der Finanzinstitute oder Problemen mit der direkten Einzahlung.

Yolanda Keaton, eine TSA-Beamtin am Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport, berichtete von "Teilzahlungen mit erheblichen Abzügen und Steuern" und dass viele Schecks "sehr kurz" ausfielen. Die stellvertretende Staatssekretärin Lauren Bis erklärte, man arbeite "aggressiv" mit dem National Finance Center des USDA zusammen, um die ausstehende halbe Gehaltszahlung aus der dritten Abrechnungsperiode so schnell wie möglich zu bearbeiten. Das USDA verwaltet die Gehaltsabrechnung für über 590.000 Bundesbedienstete.

Die Zahlungen folgten auf ein präsidiales Memorandum von Präsident Donald Trump vom Freitag. Dieses wies DHS-Sekretär Markwayne Mullin an, Gelder mit "angemessenem und logischem Bezug zu TSA-Operationen" zur Bezahlung der Belegschaft zu verwenden. Laut einem hochrangigen Regierungsbeamten stammen diese Mittel aus Trumps umfassendem innenpolitischen Gesetz vom letzten Sommer. Die rechtliche Grundlage für Trumps Anordnung vom Freitag bleibt jedoch unklar.

Finanzielle Belastung und persönliche Opfer

TSA-Mitarbeiter waren während der gesamten 45-tägigen teilweisen Stilllegung, die am 14. Februar begann, zur Arbeit verpflichtet, ohne bezahlt zu werden. Viele verpassten Rechnungszahlungen und nahmen Zweitjobs an, um über die Runden zu kommen. Deron Kelly, ein TSA-Beamter, arbeitete zusätzlich als DoorDash-Fahrer. Gewerkschaftsvertreter berichteten von Mitarbeitern, die ihre Kinder aus der Kindertagesstätte nehmen mussten und in einigen Fällen Räumungsbescheide erhielten.

Paul Uecker, ein TSA-Beamter am Duluth International Airport, berichtete von einem Kollegen am Minneapolis–Saint Paul International Airport, der aufgrund drohender Räumung kündigte. Oksana Kelly, eine TSA-Beamtin am Orlando International Airport und Mutter von zwei Kindern, beschrieb unter Tränen, wie sie den Geburtstag ihres siebenjährigen Sohnes nicht wie gewünscht in einem Trampolinpark feiern konnten, da die Familie es sich nicht leisten konnte. Sie und ihr Mann Deron, ebenfalls TSA-Beamter, hatten ihre Ersparnisse aufgrund beider Stilllegungen aufgebraucht.

Viele Mitarbeiter hatten ihre Ersparnisse bereits nach der längsten vollständigen Stilllegung in der Geschichte des Landes im letzten Herbst (43 Tage) aufgebraucht und waren finanziell nicht vollständig erholt, als die aktuelle Stilllegung begann. Aaron Barker, Präsident der AFGE Local 554, befürchtet einen "Massenexodus" von Beamten, da viele in Schulden geraten sind, ihre Kreditwürdigkeit beeinträchtigt wurde und sie mit Zwangsräumungen oder Fahrzeugpfändungen konfrontiert waren. Die durchschnittlichen Jahresgehälter der TSA-Agenten liegen bei etwa 35.000 US-Dollar, was die finanzielle Anfälligkeit der Belegschaft unterstreicht.

Politische Pattsituation um DHS-Finanzierung

Die Finanzierung des Heimatschutzministeriums (DHS) bleibt ein umstrittenes Thema im Kongress. Senatsdemokraten hatten geschworen, die Finanzierung des DHS zu blockieren, bis Reformen bei Immigration and Customs Enforcement (ICE) nach den Tötungen von Renee Good und Alex Pretti in Minneapolis durchgeführt werden. Ein Senatsabkommen vom Freitagmorgen zur Finanzierung des DHS, ausgenommen Mittel für die Einwanderungsdurchsetzung, wurde von den Republikanern im Repräsentantenhaus abgelehnt.

Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, ein Republikaner, kündigte an, seine Partei werde stattdessen einen kurzfristigen Gesetzentwurf zur Finanzierung des gesamten Ministeriums für 60 Tage vorantreiben. Das Repräsentantenhaus verabschiedete diesen 60-Tage-Gesetzentwurf, der Senat jedoch nicht. Der Kongress befindet sich nun in einer zweiwöchigen Frühjahrspause und wird erst am 13. April für eine Abstimmung zurückkehren.

Die Senatsabstimmung am Montag über den vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Zwei-Monats-Plan für das DHS könnte durch einen einzigen Einspruch eines Senators blockiert werden. Dies würde die Stilllegung voraussichtlich bis Mitte April verlängern. Republikaner sehen darin eine politische Gelegenheit, Demokraten für die Blockade der ICE-Finanzierung verantwortlich zu machen, während Demokraten argumentieren könnten, dass Republikaner für die Stilllegung und die langen TSA-Warteschlangen mitverantwortlich sind, falls sie einen demokratischen Antrag blockieren.

Auswirkungen auf den Reiseverkehr und die Belegschaft

Die langen Wartezeiten an den Flughäfen, die letzte Woche bis zu vier Stunden betrugen, sanken am Montag drastisch, nachdem die TSA-Mitarbeiter ihre Gehaltsschecks erhielten. Am George Bush Intercontinental Airport in Houston fielen die Wartezeiten von 75 Minuten vor Morgengrauen auf bis zu 9 Minuten. Am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport betrugen sie teilweise nur 3 Minuten. Auch die Zahl der Krankmeldungen unter den TSA-Mitarbeitern verbesserte sich: Von über 3.450 am Donnerstag und 3.560 am Freitag sank sie auf etwa 2.800 am Samstag.

Trotz der Nachzahlungen haben über 500 Mitarbeiter, etwa 0,82 % des Gesamtpersonals, seit Beginn der teilweisen Stilllegung gekündigt. Die TSA aktualisierte am Sonntag ihre Beurlaubungsrichtlinie und entfernte die Möglichkeit für Beamte, eine Beurlaubung aus shutdown-bedingten Gründen wie fehlenden Transport- oder Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu beantragen. Die Gewerkschaft äußerte Bedenken, dass Mitarbeiter, die sich die Arbeit nicht leisten konnten, nun "disziplinarische Maßnahmen drohen".

Präsident Trump setzte letzte Woche ICE-Agenten an Flughäfen ein, um die TSA-Beamten bei langen Warteschlangen zu unterstützen. Einige TSA-Mitarbeiter, wie Maggie Sabatino vom Philadelphia International Airport, berichteten jedoch, dass die ICE-Mitarbeiter, die nicht für die Passagier- und Gepäckkontrolle geschult sind, keine Hilfe leisteten. TSA-Beamte erhalten etwa sechs Monate Training für ihre Aufgaben.

Zukunft der TSA-Mitarbeiter bleibt ungewiss

Ob die TSA-Mitarbeiter in Zukunft weiterhin bezahlt werden, bleibt unklar. Die Gewerkschaft äußerte Bedenken hinsichtlich falscher Nachzahlungsbeträge, fehlender Überstundenvergütung und unsachgemäßer Steuerabzüge. Johnny Jones, Sekretär und Schatzmeister der TSA-Gewerkschaft, erklärte, dass die restlichen Zahlungen aus einem Teilscheck vom Beginn der Stilllegung bis nächste Woche erwartet werden.

Die Gewerkschaft betonte, dass "Nachzahlungen allein diese Probleme nicht beheben", da die Mitarbeiter weiterhin mit den finanziellen Folgen der Stilllegung kämpfen. Oksana Kelly fasste die Situation zusammen: "Ich habe das Gefühl, sie spielen mit unserem Leben. Wir alle haben Kinder. Wir alle haben Eltern, um die wir uns kümmern müssen. Es sind nicht nur irgendwelche Beamten. Es sind echte Menschen." Die finanzielle Erholung der Belegschaft nach den wiederholten Stilllegungen wird voraussichtlich Wochen oder länger dauern.

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