US-Aktienmärkte starten letzte Handelswoche 2025 mit Rücksetzern

US-Aktienmärkte starten letzte Handelswoche 2025 mit Rücksetzern

Aktualisiert:
5 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die US-Aktienmärkte haben den Handel in der finalen Woche des Jahres 2025 mit leichten Rückgängen eröffnet. Nach einem turbulenten Jahr, das voraussichtlich mit beachtlichen Gewinnen enden wird, zeigten sich Anleger am Montag vorsichtiger. Besonders Technologiewerte und Edelmetalle standen im Fokus der Marktbewegungen.

Aktueller Marktüberblick: US-Aktienmärkte zum Wochenstart

Am Montag verzeichneten die wichtigsten US-Indizes Verluste. Der technologielastige Nasdaq Composite (^IXIC) führte den Rückgang mit einem Minus von 0,6 % an. Der S&P 500 (^GSPC) gab 0,3 % nach, während der Dow Jones Industrial Average (^DJI) um 0,1 % sank. In frühen Handelsstunden waren die Rückgänge teilweise stärker, mit dem Nasdaq bei -0,6 %, dem S&P 500 bei -0,4 % und dem Dow Jones bei -0,3 %.

Die Indizes hatten eine verkürzte Weihnachtshandelswoche nahe Allzeithochs beendet. Der S&P 500 und der Dow Jones erreichten am Mittwoch Rekordwerte und leiteten damit die "Santa Claus Rally"-Periode ein, die die letzten fünf Handelstage im Dezember und die ersten beiden Sitzungen im Januar umfasst.

Tech-Giganten unter Druck

Aktien von Megacaps wie Nvidia (NVDA) und Tesla (TSLA) fielen zum Wochenstart. Nvidia, das weltweit wertvollste börsennotierte Unternehmen, verzeichnete einen Rückgang von über 1 %, in frühen Stunden sogar um etwa 2 %. Tesla-Aktien gaben ebenfalls um über 1 % nach, in frühen Stunden um fast 2,5 %. Die meisten anderen Mitglieder der "Magnificent Seven" zeigten moderate Verluste, mit Ausnahme von Apple (AAPL), dessen Aktien leicht zulegten.

Experten wie Richard Flax, Chief Investment Officer bei Moneyfarm, weisen darauf hin, dass die Frage, ob KI eine Blase darstellt, für Investoren im Jahr 2026 zentral bleiben wird. Das Ausmaß der aktuellen Investitionen und das Innovationstempo bedeuten, dass selbst Skeptiker den Einfluss von KI auf Märkte und Realwirtschaft nicht ignorieren können.

Volatilität bei Edelmetallen

Nach einer fulminanten Rallye auf Allzeithochs erfasste Volatilität den Edelmetallhandel. Silber (SI=F) gab deutlich nach und fiel um bis zu 7 %, nachdem es zuvor über 80 US-Dollar pro Unze gestiegen war und ein Rekordhoch von über 82,65 US-Dollar erreichte. Gold-Futures (GC=F) sanken um über 3 % auf etwa 4.415 US-Dollar pro Unze, nachdem sie am Freitag ein jüngstes Allzeithoch von fast 4.585 US-Dollar erreicht hatten.

Die jüngste Stärke der Edelmetalle wurde durch mehrere Faktoren begünstigt:

  • Erhöhte Käufe von Zentralbanken
  • Zuflüsse in Exchange Traded Funds (ETFs)
  • Niedrigere Kreditkosten, die nicht-verzinsliche Rohstoffe attraktiver machen
  • Spannungen zwischen den USA und Venezuela, die den Safe-Haven-Status von Edelmetallen stärken

Elon Musk hatte am Wochenende auf X die wachsende Nachfrage nach Silber hervorgehoben, indem er auf chinesische Exportbeschränkungen mit den Worten reagierte: "Das ist nicht gut. Silber wird in vielen industriellen Prozessen benötigt." Bloomberg-Stratege Adam Linton kommentierte, dass die geringe Liquidität und der parabolische Anstieg von Silber es anfällig für Rückschläge machen.

Ausblick auf die letzte Handelswoche 2025

Die Anleger erwartet eine relativ ruhige Woche vor dem Jahreswechsel. Am Montag stehen Daten zu den schwebenden Hausverkäufen auf dem Programm. Das Highlight der Woche dürften jedoch die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der Federal Reserve-Sitzung von Anfang Dezember sein.

Diese Protokolle könnten neue Einblicke für Investoren liefern, die nach Hinweisen auf den nächsten Schritt der Fed im Januar suchen. Die Meinungsverschiedenheiten, die die Zentralbank im Jahr 2025 prägten, dürften sich auch im neuen Jahr fortsetzen. Rund 80 % der Wetten gehen davon aus, dass die Fed im nächsten Monat die aktuellen Zinsniveaus beibehalten wird, obwohl die Händler hinsichtlich der Maßnahmen des Ausschusses im März gespaltener sind.

Weitere Marktbewegungen: Rohöl, Anleihen, Bitcoin

Abseits der Aktienmärkte gab es weitere bemerkenswerte Entwicklungen:

  • West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures: Stiegen um mehr als 2 % auf über 58 US-Dollar pro Barrel. Dies geschah inmitten von Spannungen zwischen den USA und Venezuela sowie Sorgen über Nahost-Unruhen und Entwicklungen bei den Ukraine-Friedensgesprächen. China kündigte zudem Pläne zur Ausweitung der Fiskalausgaben im Jahr 2026 an, was das Ölverbrauchswachstum ankurbeln könnte. Trotzdem ist Rohöl auf dem Weg zu einem Jahresverlust von über 20 % im Jahr 2025, dem stärksten jährlichen Rückgang seit 2020.
  • **10-jährige US-Staatsanleihen:** Die Rendite sank auf 4,12 % von einem Schlusskurs von unter 4,14 % am Freitag, bzw. um zwei Basispunkte auf 4,11 %.
  • Bitcoin: Notierte um 87.500 US-Dollar, nachdem es von einem Übernacht-Hoch von rund 90.300 US-Dollar zurückgegangen war. Kurzzeitig überschritt Bitcoin die Marke von 90.000 US-Dollar, bevor es die meisten Gewinne wieder abgab.
  • US-Dollar-Index: War unverändert bei 98,03.
  • DigitalBridge Group (DBRG): Die Aktien sprangen um 10 % nach oben, nachdem der japanische Mischkonzern SoftBank das Rechenzentrums-Investmentunternehmen für 4 Milliarden US-Dollar übernommen hatte.

Jahresbilanz 2025 und Ausblick 2026

Trotz der Rücksetzer zum Wochenstart blicken die drei großen Indizes auf ein ereignisreiches Jahr 2025 mit starken Gewinnen zurück. Der S&P 500 ist bisher um über 17 % gestiegen, der Blue-Chip Dow um über 14 %. Der technologielastige Nasdaq führte die Gewinne mit über 22 % an, selbst nachdem er im April nach der Einführung von Präsident Trumps weitreichendsten Zöllen kurzzeitig in einen Bärenmarkt eingetreten war.

Ein optimistischer Konsens deutet darauf hin, dass sich die Aktienrallye im Jahr 2026 nach drei aufeinanderfolgenden Gewinnjahren fortsetzen wird. Trotz einer Reihe von Risiken, die von einem potenziellen Scheitern des Fortschritts in der künstlichen Intelligenz bis hin zu unvorhergesehenen politischen Schocks reichen, prognostizieren Sell-Side-Strategen einen durchschnittlichen Zuwachs von weiteren 9 % für den S&P 500 im nächsten Jahr. Das breitere Bild wird als ideal beschrieben, mit einer stark wachsenden US-Wirtschaft, kontrollierter Inflation und hohem Gewinnwachstum.

Erwähnte Persönlichkeiten