US-Finanzen und Märkte: Ein Vierteljahrhundert im Rückblick

US-Finanzen und Märkte: Ein Vierteljahrhundert im Rückblick

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Die ersten 25 Jahre des 21. Jahrhunderts waren eine Zeit dramatischer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen. Von optimistischen Prognosen für Haushaltsüberschüsse bis hin zu massiven Defiziten, von einem "verlorenen Jahrzehnt" an den Aktienmärkten bis zu einem Boom bei Edelmetallen – die Finanzlandschaft hat sich grundlegend gewandelt. Gleichzeitig erlebte auch die Unterhaltungsbranche im Jahr 2025 tiefgreifende Umbrüche.

CBO-Prognosen und die Realität der US-Haushaltsdefizite

Zu Beginn des Jahrhunderts, im Jahr 2001, prognostizierte das Congressional Budget Office (CBO) kumulative Haushaltsüberschüsse von 5,6 Billionen US-Dollar für das Jahrzehnt 2002–2011. Die Erwartung war, dass die gesamte Staatsverschuldung bis 2011 getilgt werden könnte. Diese Prognosen basierten auf der Extrapolation aktueller Trends ohne ausreichende faktische Grundlage, was von Kritikern als "nationale Kurzsichtigkeit" bezeichnet wurde.

Die Realität sah jedoch anders aus: Statt Überschüssen beliefen sich die Defizite in diesem Zehnjahreszeitraum auf 6,1 Billionen US-Dollar, was einer Abweichung von 11,7 Billionen US-Dollar entspricht. Diese massive Diskrepanz wurde durch eine Reihe unvorhergesehener Ereignisse und Entwicklungen verursacht:

  • Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die darauf folgenden "Krieg gegen den Terror"-Operationen im Irak und in Afghanistan.
  • Die Immobilienblase und die daraus resultierende Finanzkrise.
  • Die TARP-Rettungspakete für Großbanken.

Interessanterweise fielen die jährlichen Defizite nach den Bush-Steuersenkungen von 2003 zunächst. Von 413 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2004 sanken sie auf 161 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2007, also um über 50 % in den vier Jahren zwischen den Steuersenkungen und der Immobilienblase. Seit 2001 betrugen die US-Bundesdefizite durchschnittlich 1 Billion US-Dollar pro Jahr, und seit 2020 sogar über 2 Billionen US-Dollar pro Jahr. Aktuell belaufen sich die Defizite auf 38 Billionen US-Dollar, was etwa 110.000 US-Dollar pro Amerikaner entspricht.

Finanzmärkte im Wandel: Ein Vierteljahrhundert Rückblick

Nach einem "verlorenen Jahrzehnt" von März 2000 bis März 2009, in dem drei der vier großen Indizes (S&P 500, NASDAQ, Russell 2000) um 50 % fielen und der Dow Jones um 40 % nachgab, erlebten die Märkte eine beeindruckende Rallye. Von 2009 bis 2025 verzeichneten die Indizes erhebliche Gewinne:

  • S&P 500: +400 %
  • NASDAQ: +700 %
  • Russell 2000: +300 %
  • Dow Jones: +300 %

Im gleichen Zeitraum stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) um 83 %, was bedeutet, dass die realen Marktrenditen geringer ausfielen. Der US-Dollar hingegen schnitt schlechter ab und verlor insgesamt 10 % an Wert (und 8 % gegenüber dem Euro). Die wahren Gewinner dieser 25 Jahre waren Gold und Silber, deren Wert um über das 15-fache stieg. Dies deutet darauf hin, dass dem Dollar und den CBO-Defizitprognosen langfristig nicht zu trauen ist.

2025: Ein Bonanza für Edelmetalle und sinkende Verbraucherkosten

Das Jahr 2025 war ein herausragendes Beispiel für die Trends der vorangegangenen 25 Jahre: ein steigender Aktienmarkt, aber ein noch schneller steigender Markt für Gold und Silber. Obwohl die Inflation zurückgeht, fungiert Gold heutzutage nicht primär als Inflationsschutz, sondern als Krisen-, Dollar- und zunehmend auch als Krypto-Absicherung.

Der US-Dollar Index (DXY) fiel 2025 um 10 %, was den Top-Währungen der Welt Gewinne von 5 % bis 15 % bescherte. Gleichzeitig waren die "schlechtesten Investitionen" des Jahres 2025 gute Nachrichten für Verbraucher, da sie niedrigere Lebensmittel- und Energiekosten bedeuteten. Für 2026 hat US-Präsident Trump das Ziel ausgegeben, den Dollar gegenüber dem chinesischen Yuan abzuwerten, um Exporteure zu unterstützen.

Wandel in der Unterhaltungsbranche 2025

Das Jahr 2025 markierte auch einen Wendepunkt in der Unterhaltungsmedienlandschaft. Die Kinoindustrie kämpfte weiterhin mit den Nachwirkungen der COVID-Pandemie 2020 und den Streiks der Schauspieler- und Autoren-Gewerkschaften von 2023. Kurze Kinofenster vor der Verfügbarkeit auf Streaming-Diensten, steigende Ticketpreise und ein sich verschlechterndes Publikumsverhalten trugen zum anhaltenden Rückgang bei. Im dritten Quartal 2025 verlor AMC Berichten zufolge eine Viertelmilliarde Dollar.

Auch die Streaming-Dienste, einst als günstigere und qualitativ hochwertigere Alternative zum Kabelfernsehen gefeiert, standen unter Druck. Es wurde deutlich, dass viele dieser Plattformen bei ihren ursprünglichen Preisen nicht profitabel waren. Im Jahr 2025 gab es zahlreiche Nachrichten über Preiserhöhungen und Maßnahmen gegen das Teilen von Passwörtern. Einige Dienste erhöhten ihre Preise sogar mehrfach innerhalb desselben Jahres, was zur allgemeinen "Erschwinglichkeitskrise" beitrug. Parallel dazu setzte sich die Konsolidierung in der Unterhaltungsbranche durch Fusionen und Übernahmen fort.

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